"Fragen sind die halbe Miete" - so, einer der wichtigsten Leitsätze, die wir in der heutigen Schulung "der Kunde, das grosse Unbekannte" mit Carolyn Pini gelernt haben. Kundengespräche sind immer ein heikles Thema. Ich vergleiche dies gerne mit einer Käseplatte. Jeder möchte seine eigene Käseplatte, der eine möchte eine Variantereiche Lösung, nimmt würzigen Gruyerzer, gemischt mit mildem Gouda und sahnigem Streichkäse. Der nächste schaut mehr auf die Qualität des Käses, sucht edlen Trüffel-Käse und Gourmet-Variationen die jedem Gourmetkoch den Gaumen kitzeln. Und der dritte sucht den billigsten Käse für seine Käseplatte, nimmt Kiri-Streichkäse gemischt mit M-Budget Käse und füllt die Platte möglichst einfach und schnell. Um diese Platten aber mit den richtigen Käsesorten zu füllen, muss der Kunde gelöchert werden, bis er wie ein echter Emmentaler aussieht. Schlussendlich, sollte immer eine Käseplatte das Endresultat sein. Auch entscheidend ist die Art und Weise, mit welcher der Kunde gelöchert wird. Wird zu früh das Argumentenköfferchen ausgepackt oder auf den Kunden arngreiffende bzw. kritisierende Fragen gestellt, wird der Käse ranzig und die Auswahl auf der Platte schmäher. Zu viele Fragen um den heissen Brei, dürfen aber auch nicht gestellt werden, denn diese bringen den Käse zum schmelzen. So wird schnell aus de kalten Käseplatte ein heisses Raclette. Man merkt, es ist nicht leicht, dem Kunden den richtigen Käse zu verkaufen. Doch mithilfe dieses Kurses und genügend Erfahrung werden unsere RAPer-Käseplatten sicher zum vollen Erfolg.
Vor lauter Käse habe ich nun wirklich Hunger bekommen und freue mich auf ein gutes Fondue mit hoffentlich gutem Käse und kalten Glas Weisswein. En guete!
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