Ausnahmsweise ging es dabei nicht um die Fussball EM - sondern um die Diplomfeier der RAP'er 07/08. Nach der anstrengenden Zeit für die Jungen Informatiker, mit den gleichzeitig laufenden Projekten 'Kolibri'und der Diplomarbeit rund um die Gartencheminée AG, war die Zeit nun gekommen zu feiern.
Beim Restaurant Uto-Kulm auf dem Uetliberg angekommen nutzten sowohl Bruno als auch Stefan die Gelegenheit auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Manch kleine Anekdote wurde *wiederverwendet*. So auch: 'Kaum macht man's richtig schon funktioniert es'. Ja und tatsächlich, sie (die Jungs) haben alles richtig
gemacht auch wenn bei der Diplomarbeit nicht alles funktionierte... ;-)
Zurück zum Traum: Er begann vor mehr als einem Jahr. Zuerst war es eine Idee - aus der Idee entstand ein Traum und aus dem Traum entstand ein Plan. Schnell haben die Protagonisten dieses Traums gemerkt: "Wir brauchen einen Traum-Deuter, einen Visionär einen Beziehungsmanager und einen Erwartungsmanager".
Glücklicherweise fanden wir diesen in der Person von Stöff auch genannt 'the RAPer Whisperer'.
Zielstrebig wurden dann die besten der besten jungen Informatiker gesucht. Wir wollten ,Freaks' wir wollten Querdenker, wir wollten einzigartige, zuverlässige junge Persönlichkeiten. Die Selektion für das 'Resource Farmteam' rückte näher. Erste Zweifel machten sich breit. "Wie freakig sind die Jungs/Mädels wohl in echt ?"
"Hoffentlich wird es nicht zu einem Alptraum?", "Sind es Typen mit Flaschenboden-Brillengläsern oder ganz in Schwarz gekleidete, kreideweisse Death-Metal Freaks?" Aussagen am Boot-Camp wie "...gehen wir mal zusammen an eine Opferung..." waren glücklicherweise witzig gemeint. Auch sonst stellten wir schnell fest, dass wir aufgeweckten, interessierten und witzigen jungen Menschen gegenüberstanden.
Am 13. August 07 gings dann los. Gewitzelt wurden über die vielen Abkürzungen im SAP Umfeld, über das Denglish ( http://www.youtube.com/watch?v=9XUiLtvKqns ) wie den "bold move" und den "post merger integration". Doch wenige Monate später sprechen die Jungs genauso in Abkürzungen wie "XMV" (Xunder Menschen Verstand) oder auch mal von "WTF" (*Uebersetzung zensuriert*). Ja sie müssen sogar alten SAP Hasen erklären, dass TRex definitv nichts mit einem Dinosaurier zu tun hat...
Flott ging die Ausbildung voran. Wissensdurstig saugten die RAP'er wie ein Schwamm alles auf was ihnen vorgesetzt wurde. Des öftern kam es auch vor, dass der Author dieser Zeilen ziehmlich ausgelaugt / ausgesaugt das Glatt com am Abend verliess. Des öftern war ich auch erstaunt wieviel 'brain-food' geschluckt wurde von den Jungs. Das sie es nicht nur 'geschluckt' sondern auch 'verdaut' hatten mussten sie dann bei den sogenannten Praxisarbeiten unterbeweis stellen. Von der fiktiven Gartencheminée AG erschienen die Herren Meisterhans und Brandenberger (man möge sie in ehrenvoller Erinnerung behalten... ;-) ) um Entwicklungsaufträge zu platzieren. Amüsant war zu beobachten, wie die RAP Jungs mit diesem 'fremden Wesen' genannt Kunde umgingen. Beim Erstkontakt mit Hr. Meisterhans war man froh den ungewohnten Besucher rasch wieder los geworden zu sein und sich technischen Problemstellungen zuwenden zu können. Schnell machte sich die Erkenntniss breit, dass dies ein sich rächender Fehler war. Stöff und Carolyn brachten in Workshop's den RAP'ern bei, wie mit geschickter Fragetechnik so manche 'Klippe' beim Kunden zu umschiffen ist.
Uns so verging die Zeit. Woche für Woche wurden neue Themen angegangen. Mit immer mehr 'Werkzeug' ausgestattet wurde gelegentlich die fiktive Gartencheminée durch echte Kunden ausgetauscht. Neue Begriffe wurden geboren wie 'Huhling' (*Insider Joke*) und Flexibilität musste gezeigt werden dies sowohl beim Flex Monitor wie auch bei kurzfristigen Kundeneinsätzen. Dabei zeigte sich auch, dass es neben ,Brandenbergers' auch angenehme Kunden gibt.
Schlussendlich ,gipfelte' nun die RAP Ausbildung on the Top of Zurich. Bruno erinnerte daran, dass ,es' damit nicht beendet ist. ,Es' bedeutet lebenslanges Lernen:
Je schneller sich die Welt verändert, umso wichtiger ist es, zu lernen, umzulernen und weiter zu lernen. Doch Lernen ist nicht nur einfach, denn es bedeutet, sich mit Unbekanntem und manchmal Schwierigem auseinanderzusetzen. Wie bringt man die nötige Motivation und die erforderliche Geduld auf, um zum lebenslangen Lerner zu werden? (mehr dazu: http://www.nzz.ch/2006/04/11/ki/articleDQ00D.html ).
Abschliessend möchte ich Euch danken für Euer Engagement, Geduld, Offenheit, Ehrlichkeit - schlicht einfach für die spannende, lehrreiche und witzige Zeit ! Der Traum geht weiter:
Ich freue mich auf die neuen 'Sauger'... ;-)

