Es war ein sonniger, halbwarmer fröhlicher Tag als ich mich am Donnerstag Morgen vor der Dorfbäckerei in Effretikon wiederfand. Ich wunderte mich erst gar nicht wie ich dahin gekommen bin, denn das wusste ich ja, sondern wie der heutige Tag wohl ausgehen wird. Mit zwei Buttergipfeln ausgerüsted wartete ich ein paar Minuten bis dann Thomas mit seinem Auto vorfuhr. Wir kurvten dann zwei, dreimal um eine Ecke und standen schlussendlich auf der anderen Seite des Bahnhofs vor der Schaltag AG.
Mit unserem Werkzeug in der Hand begaben wir uns fast quer durch eine Art Montage Abteilung, ein paar Treppen hoch, durch einige Büroräumlichkeiten und schlussendlich in ein Büro indem wir den zuständigen SAP Betreuer begrüssten. Nach einer kurzen Unterhaltung durften wir uns dann auf einem freien Tisch einrichten. Der erste Einblick in die Firma hatte ich also schon bekommen, doch jetzt kam der interessante Teil. "Wie sieht unsere Aufgabe wohl aus?" dachte ich mir noch...
Als erstes schossen gleich mal einige, mir unbekannte, Stichwörter durch den Raum. Ich hatte schon fast Angst, dass mir der Tag nicht ohne Kompfschmerzen vorüber geht doch nach einigen Minuten wurde mir dann langsam klar worum es bei gewissen Änderungen ging. Hier ein Ausschnitt meiner Notizen und ein paar Begriffserklärungen:
8:40
(Änderung an ZHART, Lohnbestellungen von Tschechien, (Änderung im Verfaharen), Alle Bestelltypen im Selektionsbild, Lieferant obligatorisch setzen, Lieferant in die Selektion miteinbeziehen statt wie vorher im nachhinein dazu zu laden (? Klingt zwar komisch, wird aber schon so irgendwie sein), Rückfrage an Kunde -> nächste Anpassung
10:15
ZHART ist eine Kundeneigene Transaktion (Der Kunde nennt im Normalfall den Transaktionscode nicht aber die Programmbezeichnung).
Lohnbestellungen, sind z.B. Fertigungsaufträge (extern) zu denen das Eigenmaterial oder die Halbfabrikate mitgeliefert werden anstatt den Hersteller die Teile selbst beschaffen zu lassen. Offensichtlich eine Art von Outsourcing, wenn ich mich nicht gänzlich irre.
Workflow, damit gemeint ist (zumindest bei diesem Kunden) die Liste der Empfänger die über gewisse Prozessschritte informiert werden sollten. Thomas wenn du das vielleicht als Kommentar ergänzen könntest? Ich habe das so verstanden, dass es sich hier um eine Art visierungs- Dokument dass über verschiedene Personen weitergeleitet wird handelt.
Endlieferkennzeichen, das Kennzeichen dass eine Lieferung bei Erhalt bekommt, wenn diese vollständig ist.
Nachdem Thomas die ersten Änderungen erledigt hatte kam es zu einem interessanten Problemlösungsdialog bezüglich der Stücklistenausgabe. Ich hielt es nicht für ein Ding der Unmöglichkeit und machte mir ein paar Notizen auf die ich gerne in einem anderen Blog zurückkomme, sobald wir die besagte Beispielliste erhalten haben.
Der Tag verging rasch und brachte mir vorallem die eine Erkenntnis, dass uns R.A.P.ern schon noch das eine oder Andere fehlt z.B. eben SAPscript *...* - Schreck, entschuldigt den eher längeren Blogg. Ich mach an dieser Stelle mal einen Punkt und verbleibe mit einem letzten Auszug aus meinen Notizen:
" 16:30
- Thomas nimmt sich schritt für schritt die änderungen der History an der Materialstückliste vor, mir fällt dabei vor allem auf, wie dringend ich eine Brille brauche. Dennoch vom Prinzip her sind die Vorgänge klar, das Coding geht mir allerdings noch etwas zu rasch um auf Schritt und Tritt folgen zu können."
Mit etwas Glück erzählt uns Thomas noch etwas über seine Erfahrungen mit Migroskassen-optimierungs Aufgaben aus der Wirtschaftsinformatik :)
Wörkflow:
AntwortenLöschenAbfolge von Schritten, die entweder von Personen oder automatisiert vom System bearbeitet werden.
Die zeitliche und logische, an die Auswertung von Bedingungen geknüpfte Reihenfolge der Schritte wird vom Workflow-Manager kontrolliert und kann durch ereignisbezogene Reaktionsmechanismen flexibel gesteuert werden.
Technisch gesehen wird ein Workflow durch ein Workflow-Workitem (Typ F) repräsentiert.
--> bei Schaltag ist der letzte Prozess-Schritt hier ein SAP-Mail im Fehlerfall
Lohnbestellung / Lohnbearbeitung:
Von einem externen Lieferanten durchgeführte Verarbeitung von vom Kunden beigestellten Materialien, um dadurch ein bestelltes Material oder Produkt zu erstellen oder eine bestellte Dienstleistung zu erbringen.
Lohnbearbeitung ist somit eine Form des Outsourcing.
--> korrekt Stefan Lohnbearbeitung = Outsourcing !